Dienstag, 30. November 2010

»Sklavenjagd« erschienen


 Aus der Kritik der Zeitschrift »Schlagzeilen«, Ausgabe 113:
»Absolute Leseempfehlung. Klasse Plot, spannend erzählte Story, heiße SM-Szenen!«
»Eine Geschichte mit Wow-Effekt.«
»Der Autor Tomás de Torres verfügt über ein großes Erzähltalent, er zieht den Leser in das Geschehen und erzeugt hohe Spannung. Die Sex- bzw. SM-Szenen sind extrem anregend, wenn auch nicht immer einvernehmlich.«

Eine der ersten Fragen, die ich mir stelle, wenn ich mir Gedanken zu der Hauptfigur eines Romans mache, lautet: Welche Macke hat er oder sie? Denn jeder hat (mindestens) eine Macke. Macken machen Leute interessant – und die Hauptfigur eines Romans muss interessant sein.

Dolores, die Heldin von »Sklavenjagd«, hat eine Agoraphobie, also eine Angst vor großen Plätzen. Sie hat gelernt, mit dieser Angst zu leben, hat sich ihr regelrecht ergeben und ihr ganzes Leben entsprechend eingerichtet. Doch niemand kann sich sicher fühlen (jedenfalls nicht in einem meiner Romane): Es geschieht etwas, das sie aus ihrem sorgsam behüteten Leben herausreißt – mitten in der Nacht überfährt sie auf einer einsamen Bergstrecke im Hinterland der Costa del Sol einen Mann! Dieses Ereignis markiert das Ende von Dolores’ behütetem Dasein. Sie gerät in einen Strudel von Ereignissen, der sie wenn nicht ihr Leben (aber das vielleicht auch), so doch zumindest ihre Freiheit kosten kann – und das auf Lebenszeit! Denn durch diesen unglücklichen Zufall wird sie in ein »Spiel« hineingezogen, das sich einige Leute ausgedacht haben, deren Reichtum für den Normalbürger schlichtweg unvorstellbar ist – ebenso wie ihre Menschenverachtung. Das Spiel heißt »Sklavenjagd«, und die Frauen, die das freiwillige »Wild« spielen, werden mit Geld angelockt – mit viel Geld: Bis zu 10 Millionen Euro, steuerfrei und bar auf die Hand, erhält eine Frau, die drei Jagden übersteht, ohne »gefangen« zu werden. Dafür ist aber auch das Risiko beträchtlich: Nach der ersten verlorenen Jagd gehört sie ihrem Bezwinger für 24 Stunden, in denen er mit ihr machen kann, was ihm beliebt. Nach der zweiten verlorenen Jagd erhöht sich dieser Zeitraum auf eine Woche, und bei der dritten Jagd geht es um alles oder nichts: 10 Millionen Euro – oder Sklavin auf Lebenszeit!


Dolores kämpft, wie sie bald feststellt, nicht nur gegen ihren Jäger, einen ausgesuchten Sadisten, sondern auch gegen sich selbst, gegen ihre eigenen Urängste. Sie erkennt: Bevor sie auch nur daran denken kann, jemand anderen zu besiegen, muss sie erst einmal sich selbst bezwingen ... Das Finale findet in einem verlassenen Italowestern-Kulissendorf in Südspanien statt. (Siehe Umschlagsrückseite – der Verlag war so freundlich, dafür eine meiner eigenen Fotografien zu verwenden.)


»Sklavenjagd«, SM-Thriller, Marterpfahl-Verlag, ISBN 978-3-936708-75-2, 231 S., EUR 19,-



»Western Leone« -- Poblado del Oeste


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